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Was bedeutet Qualitätssicherung in der Industrie?

Via Lösungsfabrik • Michael Thode
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Ein wesentliches Merkmal eines wirtschaftlich effektiv funktionierenden Unternehmens ist die Qualität der angebotenen Waren oder Dienstleistungen. Von dem Erhalt der Qualität ist im entscheidenden Ausmaß die Umsatzgenerierung sowie die Kundenzufriedenheit abhängig, weswegen die Qualitätssicherung als primäres Merkmal der unternehmerischen Tätigkeit angesehen werden muss. Als fester Bestandteil im 

Qualitätssicherung in unterschiedlichen Industriebranchen

Die Maßnahmen der Qualitätssicherung in Industriebetrieben sind sehr breit gefächert und erstrecken sich von der Entgegennahme der entsprechenden Materialien über die Endkontrolle des fertiggestellten Produktes bis hin zum telefonischen Kundenkontakt. In der Stahlindustrie erfolgt die Qualitätssicherung zumeist bei der Überprüfung mittels entsprechender Chargennummer, die das Mischverhältnis der jeweiligen Ressourcen angibt. Selbstverständlich müssen auch die entsprechend gefertigten Endprodukte die Qualitätssicherung in Form von finalen Belastungskontrollen unterzogen werden, bevor diese an den Kunden ausgeliefert werden können.

In der Pharmaindustrie ist die Qualitätssicherung ebenfalls unerlässlich für den Erfolg des Unternehmens, da die Ressourcen einem überaus heiklen Arbeitsbereich zugeordnet werden. Insbesondere Unternehmen, die Medikamente für die medizinische Betreuung kranker Menschen herstellen, müssen hohe Qualitätsstandards erfüllen. Aus diesem Grund werden die verwendeten Ressourcen im Vorwege auf Verträglichkeit in langwierigen Studien getestet, bevor sie ihrem eigentlichen Zweck der Medikamentenherstellung zugeführt werden. Ein großer Aspekt der Qualitätssicherung ist in diesem Zusammenhang auch die Funktionalität und Hygiene der Maschinen, die für die Herstellung verwendet werden.

Für Unternehmen in der Automobilindustrie ist die Qualitätssicherung entscheidend und elementar für die Sicherheit der Fahrzeuge. Die Qualitätssicherung umfasst hier die stetige Überprüfung der Materialien und der Verarbeitung in zahlreichen verschiedenen Produktionsabschnitten auf Funktionalität und Langlebigkeit, da Nachlässigkeiten – z.B. bei defekten Airbags oder fehlerhaften Benzinleitungen – in diesem Bereich Menschenleben gefährden können. Fahrzeughersteller unterhalten zu diesem Zweck eigene und umfangreiche Qualitätssicherungsabteilungen, Teststrecken und maschinelle Prüfmaschinen, mit denen die Qualität der hergestellten Fahrzeuge jederzeit überprüft und gegebenenfalls verbessert werden.

Aber nicht nur in der Stahl-, Automobil- und Pharmabranche wird wichtige Qualitätssicherung betrieben. Auch in der Lebensmittelindustrie ist die Sicherung der Qualität von entscheidender Bedeutung. Beim Qualitätsmanagement von Lebensmitteln ist sehr genau auf die verwendeten Subtanzen sowie den eigentlichen Herstellungsprozess zu achten. Bereits kleinste Fehler, z.B. die Verwendung von verdorbenen Bestandteilen oder eine fehlerhafte Produktion, können hier je nach Lebensmittel unangenehme gesundheitliche Konsequenzen für die Konsumenten, aber auch imageschädigende Auswirkungen auf das Unternehmen haben.

Der vergleichsweise kleine Anbietermarkt für Energielieferanten hat die Wichtigkeit der Qualitätssicherung für die einzelnen Anbieter nochmals auf ein höheres Level geschraubt – doch Strom bleibt Strom. Qualitätsunterschiede am Produkt selbst gibt es hier nicht. Die Maßnahmen der Qualitätssicherung umfassen in diesem Bereich in erster Linie die stetige Wartung und Kontrolle der erforderlichen Maschinen und Stromgeneratoren. Zudem betreiben viele Unternehmen im Energiesektor große Anstrengungen in puncto Kundenzufriedenheit und Zuverlässigkeit, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Qualitätssicherung für mehr Vertrauen bei Konsumenten und Unternehmen

Für den Erhalt und die Qualitätssteigerung wurde bereits 1947 die Internationale Organisation für Normung (ISO) gegründet und seitdem diverse Normreihen eingeführt. In den Nummern ISO 9000, ISO 9001 und ISO 9004 wurden dabei gewisse Mindeststandards von Waren und Dienstleistungen festgesetzt, die mittlerweile in mehr als 100 Ländern Gültigkeit besitzen. Das primäre Ziel dieser Normensammlung ist es, den Herstellern praktische Modelle zur Qualitätssicherung im Qualitätsmanagement zu liefern, die als Grundlage dienen können. Anbieter können, wenn sie diese Mindeststandards erfüllen, von der jeweiligen Prüfstelle, beispielsweise dem TÜV, zertifiziert werden und auf diese Weise ihre Arbeitstransparenz für eine Steigerung des Kunden- und Lieferantenvertrauens erhöhen.

Eine mangelhafte Qualitätssicherung kann für ein Unternehmen in vielerlei Hinsicht äußerst negative Konsequenzen haben. Zum einen leidet das Vertrauen der Vertragspartner in das Waren- und Dienstleistungsangebot des Anbieters, was sich natürlich auf die Reputation auswirkt und zum anderen schwindet das Kundenvertrauen merklich. Der letzte Punkt ist insbesondere in der Umsatzgenerierung deutlich spürbar. Daher sollten Unternehmen möglichst mit Lieferanten Qualitätsstandards festlegen, an denen sich beide Parteien orientieren können.

Das Fazit

Die Qualität ist die Grundlage für die dauerhafte Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens. Unabhängig von der jeweiligen Branche kann die Qualitätssicherung daher als Investition in die eigene Zukunft betrachtet werden. Die gute alte Weisheit, dass sich Qualität am Ende immer durchsetzt, ist in jedem Bereich stimmig und sollte nicht unterschätzt werden. 

Michael Thode ist mit der Lösungsfabrik als freiberuflicher Berater tätig. Er unterstützt KMUs bei der Einführung und Optimierung von Qualitätsmanagementsystemen. Als ausgebildeter Qualitätsmanagement-Auditor verfügt er durch jahrelange Tätigkeit in diesem Bereich über zahlreiche praktische Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Branchen. Außerdem betreibt er einen Blog, in dem er zu diesem Thema schreibt.

Qualitätssicherung in der Automobilindustrie: Beispiel BMW
https://www.youtube.com/watch?v=StAbE6-sBLE