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TRACKING-TOOLS – EIN VERGLEICH

Via UCDplus • Dennis Ostendorf • 14. März 2016
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Nutzeranalysen waren noch nie so einfach wie heute – dank Tracking-Tools können Klicks, Mausbewegungen und Interaktionen einzelner Nutzer problemlos aufgezeichnet werden. Ergebnisse daraus können mögliche Usability-Probleme einer Website fokussiert aufzeigen. Diese können dann gezielt angegangen und die Änderungen im Nachhinein auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Besonderer Vorteil ist hierbei die „gewöhnliche“ Nutzersituation, die im Gegensatz zum Usability-Test im Labor unverzerrte und ehrliche Antworten liefern kann.

Nutzeranalysen waren noch nie so einfach wie heute – dank Tracking-Tools können Klicks, Mausbewegungen und Interaktionen einzelner Nutzer problemlos aufgezeichnet werden. Ergebnisse daraus können mögliche Usability-Probleme einer Website fokussiert aufzeigen. Diese können dann gezielt angegangen und die Änderungen im Nachhinein auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Besonderer Vorteil ist hierbei die „gewöhnliche“ Nutzersituation, die im Gegensatz zum Usability-Test im Labor unverzerrte und ehrliche Antworten liefern kann.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Tools, die sich vor allem in ihrem Funktionsumfang und Preismodell unterscheiden. Wir stellen hier drei bekannte Tracking-Tools vor.

HOTJAR

– twitter: @hotjar

 Responsive Nutzer-Umfrage in Hotjar

Responsive Nutzer-Umfrage in Hotjar (Bildquelle: https://www.hotjar.com/)

Standard-Komponente wie z.B. Heatmaps und Video-Aufzeichnungen sind in Hotjar enthalten – und das sogar schon in der kostenlosen Testversion. Außerdem beinhaltet das Tool die Möglichkeit, Formular-Interaktionen von Nutzern aufzuzeichnen. So lassen sich an dieser Stelle schnell Fehler finden, korrigieren und somit die Conversion Rate ankurbeln.

Ein besonders interessanter Aspekt dürfte die Inklusiv-Funktion von User-Umfragen sein. So können problemlos Umfragen entwickelt und an Nutzer versendet werden. Das klare Web-Interface punktet hier mit seiner Übersichtlichkeit.

Das Preismodell beginnt mit einer kostenlosen Basis-Version, die allerdings Limitierungen in der Speicherkapazität hat. Aufsteigend kann man Modelle von 29 € bis 89 € monatlich buchen.

CRAZYEGG

– twitter: @CrazyEgg

 Heatmap in Crazyegg

Heatmap in Crazyegg

Crazyegg bietet standardmäßig Heat- und Scrollmaps, Click-Marker und Filter an. Die Möglichkeit einer Videoaufzeichnung ist jedoch nicht gegeben, auch werden Formular-Interaktionen nicht aufgezeichnet. Trotz dieser Einschränkungen können die Funktionen schon viel über das Nutzerverhalten verraten. Heatmaps zeigen beispielsweise effektiv, welcher Teil einer Website wahrgenommen oder auch nicht wahrgenommen wird.

Nach der 30-tägigen Testversion bietet Crazyegg Preisstufen von 9 $ bis 99 $ monatlich. Je höher die Stufe, desto mehr Funktionen werden freigeschaltet (z.B. mobile Heatmaps und weiterentwickelte Filter). Auch die Priorisierung des E-Mail-Supports wird so geregelt.

CLICKTALE

– twitter: @Clicktale

 Clicktale User-Recordings

User-Recordings bei Clicktale

Der Funktionsumfang von Clicktale umfasst zunächst mal Heatmaps, User-Recordings und Interaktionsaufzeichnungen. Hier ist jedoch nicht Schluss. Es besteht die Möglichkeit detailliert jeden einzelnen Klick oder jede Mausbewegung zu filtern – und das in Echtzeit. Außerdem bietet Clicktale eine Fülle an weiteren Daten und Informationen. Bis ins tiefste Detail kann so das Nutzerverhalten einer Website analysiert werden. Hier beginnt aber auch die Problematik: Für ungeübte Nutzer des Tools ist der Funktionsumfang recht unübersichtlich. Zusammenhänge von einzelnen Analysen sind schwer greifbar. Dafür bietet Clicktale aber einen Support auf extrem hohem Niveau. Neben technischen Aspekten stehen Experten bereit, die helfen, Verbesserungsvorschläge aus der Analyse der Website abzuleiten.

Die Preismodelle erhält man bei Clicktale nur auf Anfrage. Auch eine Test-Version muss durch einen vorherigen Registrierungsprozess freigeschaltet werden. Aufgrund des großen Funktionsumfangs und verschiedener Reviews lässt sich aber absehen, dass Clicktale preislich auf einem anderen Level als die beiden vorherigen Tools agiert.

FAZIT

Die vorgestellten Tools zeigen mitunter große Unterschiede in ihrem Funktionsumfang, so sind auch die verschiedenen Preisstufen zu rechtfertigen. Was nun für einen persönlich das geeignete Tool ist, lässt sich nur von den jeweiligen Anforderungen ableiten. Für eine kleine bis mittelgroße Website genügen Tools wie Hotjar und Crazyegg. Bei hoch frequentierten Websites, die fokussiert sind auf ihre Conversion Rate, lohnt sicherlich ein Blick auf Clicktale.

Bild des Benutzers Svenja Pohl
Kuratiert
am 11.08.2016 von
Svenja Pohl

Mit Unterstützung von Tracking- Tools können Interaktionen zwischen Nutzer und Maschine erfasst werden. Funktionalität und die anfallenden Kosten sind wesentliche Entscheidungskriterien der jeweiligen Tools.