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ISO 9001:2015 – Risikobasiertes Denken

Von DHChannel • Svenja Pohl
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Das risikobasierte Denken stellt in der ISO 9001:2015 eine neue Anforderung dar und soll Rahmenbedingungen und Ziele eines Unternehmens erhöhen.

Ein wirksames Qualitätsmanagementsystem und dessen Prozesse sind hierbei unerlässlich. Die Steuerung der Prozesse und deren Wechselwirkungen sind abhängig von den Auswertungen der Risiken (negativ) und Chancen (positiv). Die dafür erforderlichen Maßnahmen, im Umgang mit den jeweiligen Risiken und Chancen, sollen dem Eintreten unerwünschter Ereignisse verbeugen.

Die Forderungen des risikobasierten Denkens bedeuten zusammengefasst:

  • Maßnahmen in Bezug auf Chancen und Risiken planen, umsetzen und deren Zielwirksamkeit verifizieren.
  • Chancen analysieren und erwünschte Auswirkungen zur Verbesserung der Prozesse und des Qualitätsmanagementsystems verstärken
  • Risiken definieren und deren unerwünschten Auswirkungen reduzieren oder gar abwenden

 

Resultat des risikobasierten Denkens

Das risikobasierte Denken hält an dem System Planen (Plan), Durchführen (Do), Prüfen (Check) und Handeln (Act) fest; dem sogenannten PDCA- Zyklus.

Der PDCA-Zyklus beschreibt die vier Phasen im Qualitätsmanagementsystem.  Diese dienen einer kontinuierlichen Verbesserung zur Leitung von Prozessen und Zufriedenheit der Mitarbeiter, ebenso der Kunden des Unternehmens.

Das prozessorientierte Qualitätsmanagement und der PDCA- Zyklus stehen im Verhältnis zum risikobasierten Denken und ergänzen sich gegenseitig.

Die Unternehmen erzielen mit risikobasiertem Denken folgenden Nutzen:

  • erhöhte Kundenbindung und deren Zufriedenheit
  • das Verstärken von erwünschten Zielen
  • das Reduzieren von negativen abweichenden Ergebnissen
  • die Garantie einer fortwährenden Qualität von Produkten und Dienstleistungen
  • die Unterstützung einer proaktiven Unternehmenskultur zur Vorbeugung und Verbesserung
  • das Gewährleisten eines größeren Basiswissens
  • die Bereitschaft für möglicherweise eintretende Ereignisse

 

ISO 9001:2015 fordert kein Risikomanagement

Aus der ISO/DIS 9001:2014 geht hervor, dass die Anforderungen des risikobasierten Denkens dem Umfang eines systematischen Risikomanagementprozesses entsprechen.

Jedoch besteht kein Anspruch diesen systematischen Risikomanagementprozess zu dokumentieren. Laut der ISO 9001:2015 müssen die Chancen und Risiken nur ermittelt und effizient umgesetzt werden. So fordert die ISO 9001:2015 kein eindringliches Risikomanagementsystem.

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Erstellt
am 30.06.2016 von
Svenja Pohl

Chancen und Risiken müssen definiert und die erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung oder Reduzierung ergriffen werden.

Risiken und Chancen

PDCA- Zyklus

Risikomanagementprozess

Quellenverzeichnis
  • Bilder
    Krzysztof Puszczyński | Pexels
  • Literaturhinweise
    http://www.blog.loesungsfabrik.de/risikobasiertes-denken-in-der-iso-9001-2015/
    http://kirsch-managementsysteme.de/blog/2014/10/03/risikobasiertes-denken-iso-9001-2015/