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Artificial Intelligence: Maximierung des Nutzens von KI durch Risikomanagement

Via risknet.de • Frank Romeike • 07. Juni 2018
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Chatbots, selbstfahrende Autos und vernetzte Maschinen in digitalen Fabriken lassen erahnen, wie unsere Zukunft einmal aussehen wird. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bringt Unternehmen – nach Ansicht der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) – viele Vorteile wie höhere Effizienz, weniger repetitive Aufgaben und einem besseren Kundenservice. Gelangt die Technologie jedoch in die falschen Hände, könnten die potenziellen Gefahren den großen Nutzen schnell nivellieren.

So steigert die allgegenwärtige Vernetzung die Anfälligkeit gegenüber böswilligen Cyberangriffen oder technischem Versagen, die zu großflächigen Ausfällen und enormen finanziellen Verlusten führen können. Unternehmen sehen sich zudem mit neuartigen Haftungsfragen konfrontiert, da sich die Verantwortung für Handlungen vom Menschen auf die Maschine verlagert.

In ihrer neuen Studie "The Rise of Artificial Intelligence: Future Outlook and Emerging Risks" identifiziert die AGCS einerseits die Vorteile der zunehmenden Implementierung von KI in Wirtschaft und Gesellschaft, einschließlich der Versicherungsbranche, weist aber auch auf entstehende Risiken durch die neue Technologie hin. Bei KI, auch als maschinelles Lernen bekannt, handelt es sich um Software, die in der Lage ist, wie ein Mensch zu denken und zu entscheiden.

"Egal ob für Wirtschaft, Politik, Mobilität, Gesundheit, Verteidigung oder Umwelt, KI bringt vielfältige Vorteile, aber auch potenzielle Risiken mit sich. Wir brauchen dringend vorbeugende Maßnahmen zur Risikominderung, um den Nettonutzen bei der breiten Einführung von KI- Anwendungen zu maximieren und unbeabsichtigte Nebenwirkungen zu reduzieren", erklärt Michael Bruch, Head of Emerging Trends bei der AGCS.

Schon heute können sogenannte "schwache" KI-Anwendungen bestimmte Aufgaben wie das Erkennen von Texten ausführen. In Zukunft werden "starke" KI-Anwendungen sogar in der Lage sein autonome Fahrzeuge zu steuern, genauere Wettervorhersagen zu treffen, Krankheiten zu diagnostizieren, Finanzgeschäfte durchzuführen oder Industriemaschinen zu bedienen und zu überwachen. KI tritt häufig in Verbindung mit anderen neuen Technologien auf, wie dem Internet der Dinge, der Datenanalytik oder der Blockchain. Laut Accenture könnte KI die jährliche Wirtschaftswachstumsrate in zwölf Industrienationen bis 2035 verdoppeln1.

KI-Risiken bei Cyber und autonomen Fahren

Diese potenziellen Vorteile haben jedoch ihren Preis. KI erhöht die ohnehin wachsende Gefahr durch Cyberrisiken weiter, die laut dem Allianz Risk Barometer 2018 bereits eine der größten Bedrohungen für Unternehmen darstellen: So könnte KI-gestützte Software zwar einerseits das Cyberrisiko für Unternehmen durch eine bessere Erkennung von Angriffen reduzieren, andererseits aber ebensolche Angriffe erleichtern, weil Planung und Durchführung einfacher werden. Ein- und derselbe Hackerangriff – oder alternativ auch ein Programmierungsfehler – könnten auf zahlreichen Rechnern repliziert werden. Dadurch werden große globale Cybervorfälle wahrscheinlicher, die laut Lloyds Schäden in Höhe von mehr als 50 Mrd. US- Dollar verursachen könnten. Allein ein halbtägiger Ausfall eines Cloudanbieters könnte für Schäden von etwa 850 Mio. US-Dollar sorgen (Cyence).

Im Bereich Mobilität werden hohe Erwartungen in KI-Anwendungen gesetzt. Selbstfahrende Autos sollen menschliche Fehler als Hauptursache für Unfälle zu beseitigen, und KI in Verkehrsleitsystemen den Verkehrsfluss besser steuern. Allerdings ist noch weithin ungeklärt, wer bei Unfällen haftbar ist und welche ethischen Grundsätze autonome Fahrzeuge in Dilemma- Situationen befolgen sollen, wenn Gesundheit und Leben anderer Verkehrsteilnehmer auf dem Spiel stehen.

Welche Risikofaktoren gilt es im Umgang mit KI zu berücksichtigen und welche Branche kann von KI besonders profitieren? Lesen Sie den vollständigen Artikel auf risknet.de