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Wie digital sind unsere Schlüsselindustrien?

Via Industry of Things • Christoph Schlünken • 13. Juni 2019
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Die Debatte über die künftige deutsche Industriepolitik kommt zur rechten Zeit, denn unsere Wirtschaft steht vor enormen Herausforderungen. Dabei müssen wir darauf achten, ein zukunftsweisendes Kernthema nicht zu vergessen: wie steht es eigentlich um die Digitalisierung unserer Schlüsselindustrien?

Wohin steuern wir? Politik und Wirtschaft diskutieren über die künftige deutsche Wirtschaftspolitik; der „Industrieplan 2030“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat viel Kritik auf sich gezogen, Mittelstand und Industrie, so zuletzt der BDI, lieferten Gegenvorschläge.

Unabhängig vom eigenen Standpunkt – die Debatte tut uns gut! Sie gibt Denkanstöße und offenbart gleichzeitig die Unsicherheit, mit der wir als Standort dem globalen wirtschaftlichen wie technologischen Druck begegnen. Aber die Diskussion ist in doppelter Hinsicht schwierig, denn sie konzentriert sich auf Ordnungspolitik und unterschlägt ein großes Zukunftsthema – die Digitalisierung unserer Schlüsselindustrien. Zwar spricht der „Industrieplan 2030“ kurz von „Basisinnovationen als Game-Changer“, doch konkrete Antworten findet man darin nicht.

Digitale Revolution in der Sackgasse?

„Wir stecken in der digitalen Transformation fest. Nichts ist erledigt. Schlimmer: Wir verstehen immer noch nicht so ganz, was gerade passiert.” So kommentierte die FAZ den Stand der Digitalisierung. Ist das mediale Aufgeregtheit oder Realität? Jedenfalls liegt Deutschland digital international im Mittelfeld, so dass unsere Position als industrieller Weltmarktführer nachhaltig bedroht scheint. Und eine 2018 veröffentlichte Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin zur Digitalisierung der 30 DAX-Unternehmen konstatiert erheblichen Nachholbedarf insbesondere in traditionellen Industrien.

In der öffentlichen Wahrnehmung wird Digitalisierung überwiegend mit Blick auf Mittelstand oder Startups bestimmt oder als Bedrohung des eigenen Arbeitsplatzes gesehen, die Chancen stehen eher weniger im Mittelpunkt. Über die traditionellen Industriekonzerne (mit Ausnahme der Automobilbranche) wird wenig gesprochen.

Wie steht es denn um eine der klassisch deutschen Schlüsselbranchen – die Chemieindustrie? Sie liegt laut Bundeswirtschaftsministerium in der Digitalisierung knapp unter dem Durchschnitt der gewerblichen Wirtschaft insgesamt; bei der Nutzung digitaler Geräte beziehungsweise Infrastrukturen/Dienste im unteren Mittelfeld.

Wie die Digitalisierung in traditionellen Industrien vorangetrieben werden kann und was weiterhin eine zentrale Rolle für en Erfolg spielt, lesen Sie im vollständigen Artikel auf industry-of-things.de